Geburtstermin berechnen

Geburtstermin berechnen: Wann wird mein Baby geboren?

Bleibt die Regelblutung aus, entscheiden sich viele Frauen dazu, einen Schwangerschaftstest zu machen. Kann der Test einen HCG-Gehalt im Urin nachweisen, erscheinen als Ergebnis zwei parallele farbige Linien oder ein Pluszeichen. Herzlichen Glückwunsch, Du bist schwanger!

Nach dem positiven Testergebnis fragen sich viele werdende Eltern, wann ihr Baby das Licht der Welt erblicken wird. Es gibt verschiedene Methoden, den Geburtstermin des Kindes zu berechnen. Du kannst beispielsweise einen Online-Geburtsrechner nutzen oder den Geburtstermin Deines Babys ganz einfach selbst berechnen. Erfahre in diesem Artikel mehr zum Thema.

Geburtstermin berechnen: Wann kommt das Baby auf die Welt?

Ist die Schwangerschaft offiziell bestätigt, beginnt für Schwangere eine sehr aufregende Zeit. Sie machen sich über die nun bevorstehende Zeit viele Gedanken und fragen sich natürlich auch, wann sie ihr Baby endlich in den Armen halten können. Zur Berechnung des Geburtstermins können verschiedene Online-ET-Rechner zum Einsatz kommen, doch mit etwa mathematischem Geschick lässt sich das Geburtsdatum des Kindes auch relativ einfach selbst berechnen. Hierfür musst Du entweder den Tag Deiner letzten Periode oder den genauen Tag der Befruchtung kennen. Sei Dir in diesem Zusammenhang aber bitte dessen bewusst, dass es sich vielmehr um einen groben Anhaltspunkt und nicht um einen exakten Zeitpunkt handelt.

Schwangerschaften verlaufen individuell unterschiedlich und jede Frau hat einen anderen Zyklus. Auch die Schwangerschaftsdauer hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab, so beispielsweise vom Zeitpunkt der Empfängnis, vom Lebensalter, dem Körpergewicht oder bereits vorangegangenen Schwangerschaften. Die Angabe des errechneten Geburtsdatums ist also eine etwas vage Angabe.

Übrigens:

Solltest Du Zwillinge oder Mehrlinge erwarten, kannst Du davon ausgehen, dass das tatsächliche Geburtsdatum vom errechneten Geburtstermin abweichen wird. Der Hintergrund ist, dass mehrere Babys im Bauch weniger Platz haben als ein einzelnes Baby und es dementsprechend in der Gebärmutter etwas früher sehr eng werden wird.

Wie lässt sich eigentlich der Geburtstermin berechnen?

Für die Berechnung des Geburtstermins gibt es unterschiedliche Methoden.

Als Grundlage der Berechnung gilt für den Arzt oder die Ärztin eine Schwangerschaftsdauer von durchschnittlich 266 Tagen bzw. 38 Wochen. Das ist die Zeitspanne, die eine Eizelle ab der Befruchtung benötigt, um sich vollständig zu entwickeln. Kennst Du den Zeitpunkt der Zeugung, so kannst Du mit einem Geburtsrechner den Geburtstermin relativ einfach berechnen. Ist der Tag der Zeugung nicht bekannt, so musst Du Dich an dem ersten Tag deiner letzten Periode orientieren. Ab diesem Datum werden für die Ermittlung des Geburtstermins 280 Tage hinzuaddiert. Die ärztliche Berechnung des Geburtstermins beginnt also grundsätzlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung, das heißt konkret ab dem Datum, wenn ein neuer Zyklus durch die Menstruation einsetzt. Eine Schwangerschaft kann frühestens zwei Wochen nach diesem ersten Tag der Menstruation eintreten. Somit ergeben sich bei der Berechnung 40 Schwangerschaftswochen (SSW).

Info: Damit diese Geburtstermin-Berechnung jedoch stimmen kann, musst Du einen regelmäßigen Zyklus haben und genau wissen, wann Deine letzte Regelblutung war.

Im Folgenden erfährst Du mehr über die einzelnen Methoden zur Ermittlung des Geburtstermins.

Geburtstermin berechnen mit der Naegele Regel

Eine Methode, den Geburtstermin zu bestimmen, ist die sogenannte „Naegele Regel“. Benannt ist diese Berechnungsformel nach dem Frauenarzt Franz Naegele (1778 – 1851).

  • Grundlage für die Berechnung ist der erste Tag der letzten Periode.
  • Nun wird eine Woche dazugezählt. Sollte beispielsweise der erste Tag Deiner letzten Regelblutung der 1. Juni sein, ergibt sich daraus mit einer hinzuaddierten Woche der 8. Juni.
  • Anschließend werden von diesem Termin drei Monate abgezogen.
  • Dann wird noch 1 Jahr hinzuaddiert. Das Ergebnis ist der voraussichtliche Geburtstermin.

Die Formel zur Berechnung des ET (Entbindungstermins) nach der Naegele Regel lautet:

ET = 1. Tag der letzten Periode + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr

Zur Veranschaulichung hier ein Rechenbeispiel anhand der Naegele Regel, basierend auf einem 28-Tage-Zyklus:

Erster Tag der letzten Regelblutung:   20.08.2023

Plus 7 Tage:                                                27.08.2023

Minus 3 Monate:                                      27.05.2023

Plus 1 Jahr:                                                 27.05.2024

Geburtstermin:                                         27.05.2024

Alternativ kann der Geburtstermin auch folgendermaßen errechnet werden:

ET = 1. Tag der letzten Periode + 9 Monate + 7 Tage.

Den voraussichtlichen Geburtstermin berechnen kannst Du auch, wenn Du den Tag der Befruchtung (Zeugungsdatum) kennst. Ersetze dafür einfach den ersten Tag der letzten Periode mit dem Tag der Befruchtung und du erhältst den voraussichtlichen Geburtstermin.

Die Formel lautet wie folgt:

Zeugungsdatum – 3 Monate – 7 Tage + 1 Jahr = ET

Rechenbeispiel:

Erster Tag der letzten Regelblutung:   08.09.2023

Minus 3 Monate:                                      08.06.2023

Minus 7 Tage:                                            01.06.2023

Plus 1 Jahr:                                                 01.06.2024

Geburtstermin:                                         01.06.2024

Diese Methode der Berechnung hat allerdings einen kleinen Nachteil: Du musst entweder das Zeugungsdatum oder den ersten Tag der letzten Periode kennen. Zudem wird immer als Grundlage ein 28-Tage langer Zyklus angenommen. Ist die Zykluslänge also kürzer oder länger, muss auch die Berechnung entsprechend angepasst werden.

Rechenbeispiel bei einer Zykluslänge von 31 Tagen:

Bei einer verlängerten Zyklusdauer von 31 Tagen musst Du die zusätzlichen 3 Tage noch hinzuaddieren. Ist bei einem 28-Tage-Zyklus der ET der 27.05.2024 ist bei einer Zykluslänge von 31 Tagen der Geburtstermin der 30.05.2024.

Rechenbeispiel bei einer Zykluslänge von 26 Tagen:

Hast Du eine kürzere Zykluslänge, so müssen die fehlenden Tage subtrahiert werden. Bei einem 26-Tages-Zyklus müssen also 2 Tage abgezogen werden. Statt dem 27.05.2024 ist der Geburtstermin der 25.05.2024.

Da die meisten Frauen ihre Menstruation tracken – etwa mit einer Smartphone-App, einer Smartwatch oder ganz klassisch mit einem Schwangerschaftskalender, kann der erste Tag der Regel meist einfach und schnell zurückverfolgt werden. Ein regelmäßiger Zyklus ist also eine ideale Berechnungsgrundlage für den Geburtstermin Deines Babys. So kannst Du selbst schon einmal mit der Rechnung starten und musst nicht erst den Termin beim Frauenarzt abwarten, um zu erfahren, wann Dein Baby das Licht der Welt erblicken kann.

Geburtstermin berechnen mit Ultraschall

Eine weitere Methode, um den Geburtstermin zu ermitteln, ist eine Ultraschalluntersuchung bei Deiner Ärztin oder Deinem Arzt.

Gynäkologinnen und Gynäkologen verwenden die Naegele Regel kaum noch in der Praxis. Vielmehr kommt moderne Medizintechnik zum Einsatz, um den Embryo mittels Ultraschalls auszumessen. Anhand der sogenannten „SSL“ – Scheitel-Steiß-Länge (vom Kopf bis zum Po) wird die Größe des Babys bestimmt. Aus dieser Scheitel-Steiß-Länge ergibt sich für die Ärztin oder den Arzt der voraussichtliche Geburtstermin.

Bei den folgenden 4-wöchigen Untersuchungen im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge kann dieser Termin dann ggf. vor- oder zurückdatiert werden. Das funktioniert aber nur in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten, anschließend nicht mehr! In der Regel wachsen Embryonen in den ersten 12 SSW nahezu identisch, erst danach setzt das individuelle Wachstum des Babys ein. Falls ein Kind schneller wächst, bedeutet das aber nicht, dass auch die Geburt früher stattfindet. Ebenso bedeutet es nicht, dass ein etwas kleineres oder leichteres Kind später zur Welt kommt. Das individuelle Wachstum und das Gewicht hängen unter anderem auch mit der Körperstatur sowie der ethnischen Herkunft der werdenden Eltern zusammen.

Den Geburtstermin berechnen mit einem Geburtsterminrechner

Mit einem Geburtsterminrechner (ET-Rechner) kannst Du den voraussichtlichen Geburtstermin Deines Kindes ebenfalls ganz einfach berechnen. Auch bei der Geburtsterminrechner-Methode musst Du jedoch den ersten Tag Deiner letzten Periode kennen. Diesen Tag der letzten Regel gibst Du in den ET-Rechner (Geburtsrechner) ein und schon kann es mit der Berechnung losgehen. Alternativ kannst Du auch den Tag der Empfängnis eingeben, wenn Dir das Zeugungsdatum bekannt ist.

Ein SSW-Rechner (Schwangerschaftsrechner) verrät Dir aber nicht nur den voraussichtlichen Tag der Geburt Deines Babys, sondern auch die aktuelle SSW, in der Du Dich aktuell befindest. Die Sache mit den Schwangerschaftswochen (SSW) ist nämlich gar nicht so simpel. So wissen viele Schwangere beispielsweise nicht, dass Sie sich direkt nach der Zeugung rein medizinisch betrachtet, bereits in der 3. SSW befinden. Wie bereits gesagt, rechnen Ärztinnen und Ärzte ab dem ersten Tag der letzten Regel, was bedeutet, dass Du in der 1. SSW sowie in der 2. SSW noch gar nicht schwanger bist. So lässt sich sagen, dass die Dauer der Schwangerschaft nicht 280 Tage beträgt, sondern eher ein Durchschnittswert von 264 – 268 Tage anzunehmen ist.

Du findest verschiedene Geburtsterminrechner (Schwangerschaftsrechner) online.

Wie genau ist der errechnete Geburtstermin?

Bei allen Arten der Berechnung – sei es anhand der Naegele Regel oder mithilfe eines Geburtsterminrechners (Schwangerschaftsrechner) musst Du jedoch beachten, dass die Angaben nicht in Stein gemeißelt sind. Viele Schwangere legen sich auf das errechnete Datum der Geburt fest und sind anschließend enttäuscht, wenn das Baby doch früher oder später zur Welt kommt. Ich gebe Dir als erfahrene Hebamme den Tipp, vielmehr von einem ungefähren Zeitraum auszugehen und nicht von einem exakt festgelegten Entbindungstermin.

  • Gerade einmal 4 bis 9 Prozent aller Kinder kommen tatsächlich am errechneten Geburtstermin zur Welt.
  • Die meisten Kinder (9 %) werden am Tag direkt vor oder nach dem Geburtstermin geboren.
  • Es kann aber auch durchaus vorkommen, dass sich Babys bis zu 5 oder gar 10 Tage nach dem errechneten Termin Zeit lassen oder einige Tage vor dem errechneten Entbindungstermin (ET) kommen.
  • Der Geburtstermin ist ein Zeitraum, der sich von der vollendeten 37. SSW bis hin zur vollendeten 42. SSW erstrecken kann. Konkret bedeutet das, dass der vermeintliche Geburtstermin eine Dauer von 5 Wochen haben kann: 3 Wochen vor dem errechneten Datum und 2 Wochen danach.

Versuche daher, die Sache locker anzugehen und Dich als werdende Mutter in Geduld zu üben, denn niemand weiß exakt auf den Tag, wann es so weit sein wird.

Welche Faktoren beeinflussen die Schwangerschaftsdauer?

Alle Geburten, die sich innerhalb der 5 Wochen um den errechneten Entbindungstermin befinden, gehören zu den „pünktlichen“ Schwangerschaften. Ob Du selbst zu den Schwangeren gehörst, die vor oder eher nach dem ET ihr Baby zur Welt bringen, kann durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst werden.

Gründe für verkürzte Schwangerschaftsdauer

  • Falsche Terminberechnung: Auch wenn ein Geburtsterminrechner (ET-Rechner) einfach funktioniert, kann es doch immer wieder mal zu einer Falschberechnung kommen. Das passiert etwa, wenn Du fehlerhafte Daten eingibst oder Dich im Schwangerschaftsrechner vertippst. Ebenso kann es zu einer Falschberechnung kommen, wenn Du den ersten Tag Deiner letzten Periode nicht exakt kennst oder der Zeitpunkt der Befruchtung unbekannt ist.
  • Es kommt auch darauf an, ob es sich bei Dir um eine Erstschwangerschaft handelt oder nicht.
  • Ebenso spielt es eine Rolle, ob Du Zwillinge oder Mehrlinge erwartest.
  • Drogen-, Nikotin- und Alkoholkonsum können die Entwicklung des Babys beeinträchtigen und die Schwangerschaftsdauer auch verkürzen. Betroffene Babys erblicken oft viel zu früh das Licht der Welt und kämpfen zudem nach der Geburt mit Entzugserscheinungen.
  • Psychische Faktoren spielen auch eine Rolle, so etwa Stress. Seelischer Stress kann nicht nur Deine eigene Gesundheit negativ beeinflussen, sondern auch die Deines Babys. Aufgrund hormoneller Schwankungen sind viele werdenden Mütter in der Schwangerschaft anfälliger für seelische Belastungen. Auch Faktoren wie finanzielle Sorgen oder Sorgen um das Baby bzw. die Partnerschaft können den seelischen Stress noch intensivieren – und das wirkt sich wiederum auch den Körper aus. Wer nämlich unter permanentem Stress leidet, ist im Allgemeinen auch anfälliger für Infekte. Und genau diese können Schwangerschaftskomplikationen hervorrufen und unter Umständen auch eine vorzeitige Geburt des Babys. Gönne Dir daher viel Ruhe in der Schwangerschaft und nimm Deine eigenen Bedürfnisse wahr.
  • Durch eine bakterielle Infektion der Geburtswege kann es zu vorzeitigen Wehen kommen. Die Wahrscheinlichkeit für eine frühzeitige Geburt des Babys ist in einem solchen Fall erhöht.
  • Eine Plazentainsuffizienz gehört zu den häufigsten Gründen für eine verkürzte Schwangerschaftsdauer. In einem solchen Fall kann die Plazenta das Kind nicht mehr oder nicht mehr ausreichend versorgen. Für das Leben des Babys besteht eine Gefahr und das Frühgeburtsrisiko steigt. Einigen Kindern geht es im Mutterbauch so schlecht, dass sie vor dem errechneten Geburtstermin geholt werden müssen.
  • Zu einer Frühgeburt kann es auch durch ein verfrühtes Öffnen des Muttermundes kommen. Ist der Gebärmutterhals etwa verkürzt, kann es leichter zu einer Muttermundöffnung kommen und das Baby wird früher geboren.

Gründe für eine verlängerte Schwangerschaft und eine Terminüberschreitung

  • Unbekannter Zeitpunkt der Befruchtung bzw. des ersten Tages der letzten Periode. Falsche Angaben im Geburtsterminrechner können ebenfalls dazu führen, dass sich der Geburtstermin vermeintlich nach hinten verschiebt.
  • Die Lebens- und Ernährungsweise der werdenden Mutter ist ebenfalls relevant.
  • Auch das Lebensalter der werdenden Mutter spielt eine Rolle. So werden Babys älterer Mütter später geboren als Babys jüngerer Mütter. Es geht hier in der Regel aber nur um wenige Tage.
  • Längere Einnistungsphase der Eizelle: Es kann unter Umständen sein, dass das befruchtete Ei länger als gewöhnlich gebraucht hat, um sich in der Gebärmutter einzunisten.
  • Vorangegangene Schwangerschaften mit einem überschrittenen Geburtstermin können den Geburtstermin der aktuellen Schwangerschaft ebenfalls nach hinten schieben.

Warum ist es wichtig, den Geburtstermin zu kennen?

Abgesehen von der eigenen Neugier gibt es viele gute Gründe, den voraussichtlichen Geburtstermin des Babys zu kennen.

  • Beruhigung: Die meisten werdenden Mamas möchten den Schwangerschaftsverlauf genau im Blick behalten und die Entwicklung ihres Babys verfolgen. In vielen Bücher oder Apps wird der errechnete Geburtstermin eingegeben, um dann schrittweise über die Entwicklungsschritte des Ungeborenen in den einzelnen SSW informiert zu sein. Das gibt werdenden Eltern Sicherheit und beruhigt. Auch der Arzt oder die Ärztin können die Entwicklung des Babys so besser nachvollziehen.
  • Vorbereitung: Wer den genauen Geburtstermin kennt, kann sich rechtzeitig eine Hebamme für die Wochenbettbetreuung suchen oder einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen. Die Kosten für eine Hebamme werden in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Allerdings spielt auch hier der voraussichtliche Geburtstermin eine wichtige Rolle.

Das Warten auf das Baby ist eine sehr aufregende Zeit im Leben. Viele Paare bereiten sich gezielt auf den Neuankömmling vor und richten das Kinderzimmer ein, ziehen in eine größere Wohnung oder in ein Haus um oder kaufen die Erstlingsausstattung. Wer den voraussichtlichen Geburtstermin kennt, kann auch rechtzeitig die Kliniktasche packen.

  • Auszeit zu zweit: Viele Paare nutzen die Zeit vor der Geburt für eine „Babymoon“, also eine kleine Paarauszeit und fliegen nochmals gemeinsam in den Urlaub. Auch hierfür ist es wichtig, den Geburtstermin zu berechnen, denn ab einem gewissen Schwangerschaftszeitpunkt dürfen Airlines Schwangere nicht mehr befördern.
  • Informationen für den Arbeitgeber: Als werdende Mutter musst Du das Datum des errechneten Geburtstermins auch Deinem Arbeitgeber mitteilen, denn dieser muss sich rechtzeitig um Ersatz während der Mutterschutz- und Elternzeit kümmern. Auch für die Krankenkasse ist der Geburtstermin relevant, denn 6 Wochen vor dem ET beginnt Dein Mutterschutz und in dieser Zeit erhältst Du Mutterschaftsgeld. Das Mutterschaftsgeld wird Dir auch noch weitere 8 Wochen nach der Geburt gezahlt. Anschließend greift das Elterngeld.

Info: Bei Früh- und Mehrlingsgeburten verlängert sich der Mutterschutz nach der Geburt auf 12 Wochen.

Wichtig: Es gibt bestimmte Berufe, in denen Schwangere nicht weiterarbeiten dürfen, um die Gesundheit des Ungeborenen nicht zu gefährden. Hier musst Du Dich von Deinem Arbeitgeber rechtzeitig freistellen lassen.

  • Elternzeit ermitteln: Ausgehend vom ermittelten Geburtstermin wird auch die Elternzeit berechnet. Hierbei handelt es sich um den Zeitraum, den Du nach der Babygeburt zu Hause bleiben und Dein Kind erziehen darfst. Hierfür erhältst Du vom Staat das entsprechende Elterngeld, das aber nicht mit dem Kindergeld verwechselt werden sollte. In der Regel dauert die Elternzeit 12 bis 14 Monate und kann sowohl von der frischgewordenen Mutter als auch vom Vater beansprucht werden.
  • Kindergeldbeantragung: Ab dem Tag der Geburt Deines Babys hast Du Anspruch auf Kindergeld.
  • Sozialleistungs- und Hilfsbeantragung: In Deutschland hast Du die Möglichkeit, Sozialleistungen für Dich und Dein Baby in Anspruch zu nehmen, so etwa für die Baby-Erstausstattung. Auch für die Beanspruchung dieser Leistungen wird der Geburtstermin zugrunde gelegt.
  • Klinik- oder Geburtshaus-Anmeldung: Du solltest Dich rechtzeitig vor der Geburt Deines Babys entweder in einem Krankenhaus oder in einem Geburtshaus anmelden. Damit sich die Ärzte und das gesamte Geburtshilfe-Team optimal auf Dich vorbereiten können, muss der voraussichtliche ET bekannt gegeben werden.
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Online Geburtsvorbereitungskurs

  • Gesteigertes Wohlbefinden für dich und dein Baby und Schmerzlinderungstechniken, die dich stärken und befähigen, die richtigen Entscheidungen für dich und dein Baby zu treffen
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Mogeln für einen entspannten Endspurt

Gerade zum Ende der Schwangerschaft häufen sich die Nachfragen von Familie, Freunden und Bekannten. Ich empfehle Dir als Hebamme, einen Entbindungstermin mitzuteilen, der 1-2 Wochen vor dem eigentlichen ET liegt. Auf diese Weise kannst Du Deine Schwangerschaftsendphase entspannt genießen, ganz ohne lästiges Nachfragen, „wann es denn nun losgeht“.

Terminüberschreitung – Einleitung der Geburt

In der Praxis ist es oftmals so, dass werdende Mütter nervös werden, wenn der Nachwuchs auf sich warten lässt. Obwohl es vollkommen normal ist, zwei Wochen nach dem Geburtstermin noch schwanger zu sein, geraten viele Schwangere in einen „Gebärdruck“. In der Regel wird nach 7 bis 10 Tagen nach der Überschreitung des errechneten Geburtstermins die Geburt eingeleitet, was den Druck der Frauen noch mehr verstärkt. Achte daher möglichst darauf, dass der Geburtstermin von Anfang an korrekt und anhand Deines persönlichen Zyklus errechnet ist, um eine nötige Geburtseinleitung zu vermeiden.

In meinem Artikel „Einleitung der Geburt“ kannst Du mehr über dieses Thema erfahren.

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