Sectio-Narben-Ödem (postoperativ)

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Julia Ronnenberg (Hebamme)

Ich bin Julia Ronnenberg, seit über 15 Jahren Hebamme und die Autorin der Artikel auf Mammacita.de

Ich gebe dir Hilfestellung und stehe mit Rat bei allen Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Leben mit Baby zur Seite.

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Was ist ein Sectio-Narben-Ödem (postoperativ)?

Liebe Mama, ein Sectio-Narben-Ödem ist eine häufige und meist harmlose Erscheinung nach einem Kaiserschnitt. Es handelt sich dabei um eine Ansammlung von Gewebsflüssigkeit (Lymphe) im Bereich Deiner Kaiserschnittnarbe, die zu einer sicht- und spürbaren Schwellung führt. Diese Schwellung ist eine natürliche Reaktion Deines Körpers auf den operativen Eingriff und den damit verbundenen Heilungsprozess.

Das Ödem kann sich als eine weiche, teigige Wulst oberhalb oder direkt an der Narbe bemerkbar machen. Oft ist die Stelle berührungsempfindlich und kann ein Spannungsgefühl verursachen. In der Regel bildet sich diese Flüssigkeitsansammlung in den ersten Tagen bis Wochen nach der Operation und ist ein Zeichen dafür, dass Dein Körper intensiv an der Reparatur des Gewebes arbeitet.

Ursachen und unterstützende Maßnahmen

Die Entstehung eines postoperativen Ödems an der Sectio-Narbe hat mehrere Gründe:

  • Chirurgisches Trauma: Jeder Schnitt durch die verschiedenen Gewebsschichten – Haut, Fettgewebe, Faszien und Gebärmuttermuskulatur – durchtrennt auch feine Lymph- und Blutgefäße. Der Körper reagiert darauf mit einer Entzündungsreaktion, die zur Flüssigkeitsansammlung führt.
  • Gestörter Lymphabfluss: Die verletzten Lymphbahnen können die Gewebsflüssigkeit vorübergehend nicht mehr so effizient abtransportieren, was zu einem lokalen Stau führt.
  • Heilungsprozess: Im Rahmen der Wundheilung werden vermehrt Zellen und Flüssigkeit in das verletzte Areal transportiert, um den Wiederaufbau zu unterstützen.

Um die Rückbildung des Ödems zu fördern, kannst Du nach Rücksprache mit Deiner Hebamme oder Deinem Arzt sanfte Maßnahmen ergreifen. Dazu gehören vorsichtiges Kühlen der geschwollenen Stelle, leichte Hochlagerung des Beckens und spezielle, sanfte Massagetechniken zur Anregung des Lymphflusses, sobald die Wunde es zulässt.

Wann ist ärztlicher Rat wichtig?

Auch wenn ein Narbenödem meist unbedenklich ist, solltest Du aufmerksam bleiben. Kontaktiere bitte umgehend Deinen Gynäkologen oder Deine Hebamme, wenn Du folgende Anzeichen bemerkst:

  • Die Schwellung nimmt stark zu oder fühlt sich sehr hart an.
  • Die Narbe oder der umliegende Bereich wird stark rot, überwärmt oder pocht.
  • Es tritt Wundflüssigkeit, Eiter oder Blut aus der Narbe aus.
  • Du bekommst Fieber oder fühlst Dich krank.
  • Die Schmerzen werden schlimmer anstatt besser.

Diese Symptome können auf eine Wundheilungsstörung oder eine Infektion hindeuten, die medizinisch behandelt werden muss. Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden im Wochenbett haben oberste Priorität.

Quellenangaben

  • AWMF-Leitlinie S3: Die Sectio caesarea. Registernummer 015/084. Stand: März 2020.
  • Striebel, W. (2017). Operative Intensivmedizin: Sicherheit – Effizienz. Schattauer Verlag.
  • Pschyrembel Online. Klinisches Wörterbuch. (2023). Ödem.

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Wichtiger Hinweis: Diese Übersicht ersetzt keinen medizinischen Rat; konsultiere bei Problemen bitte Deine Hebamme oder Deinen Arzt.