Adnexale Adhäsionen (post-Sectio)
Vielleicht begegnet dir dieser Fachbegriff im Nachgang deines Kaiserschnitts und du fragst dich, was genau dahintersteckt. Adnexale Adhäsionen sind narbige Gewebestränge, die sich nach einer Bauchoperation wie einer Sectio (Kaiserschnitt) bilden können. Sie verbinden Organe und Gewebe miteinander, die normalerweise voneinander getrennt sind und frei aneinander vorbeigleiten.
Der Begriff “adnexal” bezieht sich dabei gezielt auf die sogenannten Adnexe – also deine Eierstöcke (Ovarien) und Eileiter (Tuben). Bei einer Adhäsion nach einem Kaiserschnitt können diese Strukturen mit der Gebärmutterwand, der Blase oder auch dem Darm verkleben.
Wie entstehen diese Verwachsungen?
Jeder operative Eingriff ist für den Körper eine Wunde. Während des natürlichen Heilungsprozesses reagiert das Gewebe mit Entzündungsprozessen und der Bildung von Fibrin, einem körpereigenen “Klebstoff”. Manchmal führt diese Reaktion zu einer überschießenden Narbenbildung, die dann benachbarte Strukturen miteinander verbindet.
Mögliche Symptome und was du tun kannst
Viele Frauen bemerken Adhäsionen gar nicht. Wenn sie jedoch Beschwerden verursachen, können sich diese sehr unterschiedlich äußern. Mögliche Anzeichen sind:
- Chronische, ziehende oder stechende Schmerzen im Unterbauch.
- Schmerzen während des Eisprungs oder der Periode.
- Unerfüllter Kinderwunsch, wenn die Beweglichkeit der Eileiter eingeschränkt ist.
- Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie).
- In selteneren Fällen Verdauungsprobleme, wenn der Darm betroffen ist.
Wenn du solche Symptome bei dir feststellst, ist es wichtig, dass du dies ärztlich abklären lässt. Sprich offen mit deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen über deine Sorgen. Oft kann eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) Klarheit bringen, bei der die Verwachsungen direkt sichtbar gemacht und im selben Eingriff oft auch gelöst werden können (Adhäsiolyse).