Hysteroskopie

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Julia Ronnenberg (Hebamme)

Ich bin Julia Ronnenberg, seit über 15 Jahren Hebamme und die Autorin der Artikel auf Mammacita.de

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Was ist eine Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung)?

Die Hysteroskopie, auch als Gebärmutterspiegelung bekannt, ist ein minimal-invasives Verfahren, das es Deinem Arzt oder Deiner Ärztin ermöglicht, das Innere Deiner Gebärmutterhöhle und die Eingänge zu den Eileitern direkt zu betrachten. Es ist ein wertvolles Instrument, das sowohl zur Diagnosestellung als auch zur direkten Behandlung eingesetzt wird und oft Klarheit bei bestimmten Beschwerden oder im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung schafft.

Bei der Untersuchung wird ein sehr dünnes, optisches Instrument – das Hysteroskop – vorsichtig durch die Scheide und den Gebärmutterhals in die Gebärmutter eingeführt. Um eine klare Sicht auf die Gebärmutterschleimhaut zu erhalten, wird die Gebärmutterhöhle sanft mit einer speziellen Flüssigkeit oder medizinischem Gas entfaltet.

Wann ist eine Hysteroskopie sinnvoll?

Dieses Verfahren wird in zwei Hauptformen unterschieden: die diagnostische Hysteroskopie zur reinen Betrachtung und die operative Hysteroskopie, bei der kleine Eingriffe vorgenommen werden können. Häufige Gründe für eine Empfehlung sind:

  • Abklärung von Blutungsstörungen: Bei unerklärlichen, sehr starken oder unregelmäßigen Menstruationsblutungen.
  • Diagnostik bei unerfülltem Kinderwunsch: Zur Suche nach Ursachen, die eine Einnistung verhindern könnten, wie Polypen, Myome, angeborene Uterus-Anomalien oder Verwachsungen.
  • Entfernung von Polypen und Myomen: Kleinere gutartige Wucherungen in der Gebärmutterhöhle können oft direkt während des Eingriffs entfernt werden.
  • Lösung von Adhäsionen (Verwachsungen): Narbige Verklebungen in der Gebärmutter, wie beim Asherman-Syndrom, können durchtrennt werden, um die Fruchtbarkeit zu verbessern.
  • Untersuchung von Narben: Zur genauen Beurteilung von Defekten in der Gebärmutterwand, wie einer Isthmozele (Nische in der Kaiserschnittnarbe).
  • Gezielte Gewebeentnahme (Biopsie): Bei Auffälligkeiten kann präzise eine Probe der Gebärmutterschleimhaut zur feingeweblichen Untersuchung entnommen werden.

Die Hysteroskopie ist ein etabliertes und sicheres Verfahren, das in der Regel ambulant durchgeführt wird. Sie bietet den großen Vorteil, direkte Einblicke zu ermöglichen, die durch andere Methoden wie den Ultraschall allein nicht immer zu gewinnen sind, und erlaubt oft eine Diagnose und Therapie in einem einzigen Schritt.

Quellenangaben

  • AWMF-Leitlinie „Hysteroskopie: Diagnostik und Therapie“. Registernummer 015/074. Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG).
  • Berufsverband der Frauenärzte e.V. (BVF). Patienteninformationen zur gynäkologischen Endoskopie.
  • Salomon, L. J., Alfirevic, Z., Berghella, V., Bilardo, C., Hernandez‐Andrade, E., Johnsen, S. L., … & ISUOG. (2019). ISUOG Practice Guidelines: invasive procedures for prenatal diagnosis. Ultrasound in Obstetrics & Gynecology, 54(3), 416-428.

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