Das Müller-Schramm-Manöver: Sanfte manuelle Therapie für deinen Beckenboden
Vielleicht hast du schon einmal von Schmerzen im Becken, einem ständigen Spannungsgefühl oder Beschwerden durch Narbengewebe gehört. Das Müller-Schramm-Manöver ist eine hochspezialisierte manuelle Therapieform, die von den Physiotherapeutinnen Sabine Müller und Beate Schramm entwickelt wurde, um genau solche Probleme sanft und nachhaltig zu behandeln.
Es handelt sich um eine gezielte Technik, die von speziell ausgebildeten Therapeut*innen angewendet wird, um Verspannungen zu lösen und verklebtes Gewebe zu mobilisieren. Die Behandlung kombiniert äußere Griffe am Bauch und Becken mit sehr achtsamen, präzisen inneren Techniken (vaginal oder rektal).
Was sind die Hauptziele des Manövers?
- Entspannung der Muskulatur: Im Fokus steht die Lockerung eines überaktiven oder verspannten Beckenbodens, auch bekannt als Beckenboden-Hypertonus. Ziel ist es, der Muskulatur zu helfen, in ihren normalen Ruhezustand zurückzufinden.
- Lösung von Adhäsionen: Narben nach einem Kaiserschnitt, einer Episiotomie oder Operationen bei Endometriose können zu schmerzhaften Adhäsionen (Verwachsungen) führen. Das Manöver macht dieses Gewebe wieder geschmeidig und verschieblich.
- Schmerzlinderung: Durch die Entspannung und Mobilisation können chronische Schmerzzustände wie Dyspareunie (Schmerzen beim Sex) oder myofasziale Schmerzsyndrome im Beckenbereich effektiv gelindert werden.
Es ist wichtig zu wissen, dass diese Behandlung immer in enger Absprache mit dir und innerhalb deiner persönlichen Schmerzgrenze stattfindet. Es geht darum, deinem Körper sanfte Impulse zur Selbstheilung zu geben. Wenn du das Gefühl hast, dass dein Beckenboden „fest“ ist oder Narben dir Beschwerden bereiten, könnte das Müller-Schramm-Manöver ein wertvoller Baustein auf deinem Weg zur Besserung sein.