Transvaginaler Ultraschall mit Kochsalz-Hydrosonographie (bei Isthmozele)

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Julia Ronnenberg (Hebamme)

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Transvaginaler Ultraschall mit Kochsalz-Hydrosonographie (bei Isthmozele)

Wenn du den Verdacht auf eine Isthmozele hast oder deine Ärztin bzw. dein Arzt diese Möglichkeit abklären möchte, ist der transvaginale Ultraschall mit Kochsalz-Hydrosonographie eine der präzisesten und schonendsten Untersuchungsmethoden. Diese spezielle Form des Ultraschalls, auch als Saline Infusion Sonohysterography (SIS) bekannt, ermöglicht es, die Gebärmutterhöhle und insbesondere die Narbe nach einem Kaiserschnitt detailliert darzustellen.

Was genau passiert bei dieser Untersuchung?

Vielleicht klingt der Name kompliziert, aber der Ablauf ist für dich in der Regel gut verträglich und schnell vorüber. Die Untersuchung kombiniert zwei bewährte Techniken:

  • Transvaginaler Ultraschall: Hierbei wird eine spezielle, schmale Ultraschallsonde sanft in die Vagina eingeführt. Dies ermöglicht eine sehr nahe und klare Darstellung deiner Gebärmutter und der umliegenden Strukturen – viel detaillierter als bei einem Ultraschall über die Bauchdecke.
  • Kochsalz-Hydrosonographie: Während der Ultraschalluntersuchung wird eine geringe Menge steriler Kochsalzlösung über einen dünnen, weichen Katheter in deine Gebärmutterhöhle geleitet. Diese Flüssigkeit dient als Kontrastmittel. Sie entfaltet die Gebärmutterwände sanft und füllt eventuelle Nischen oder Defekte, wie eine Isthmozele, auf.

Warum ist diese Methode bei einer Isthmozele so wertvoll?

Eine Isthmozele ist eine Einkerbung oder Nische im Bereich der Kaiserschnittnarbe am unteren Teil der Gebärmutter. Im normalen Ultraschall kann sie manchmal übersehen werden, da die Gebärmutterwände aneinanderliegen. Durch die Kochsalzlösung wird die Isthmozele klar sichtbar gemacht und kann präzise vermessen werden. Deine Ärztin oder dein Arzt kann so wichtige Informationen gewinnen:

  • Exakte Lokalisation und Größe: Die genauen Maße der Nische sind entscheidend für die weitere Therapieplanung.
  • Restmuskeldicke (Residual Myometrial Thickness, RMT): Besonders wichtig ist die Dicke der verbliebenen Gebärmuttermuskulatur über der Nische. Dieser Wert ist ein zentraler Indikator für die Stabilität der Narbe, vor allem im Hinblick auf eine zukünftige Schwangerschaft.
  • Ausschluss anderer Ursachen: Die Methode hilft auch dabei, andere mögliche Ursachen für deine Symptome, wie Polypen oder Myome, sicher zu erkennen oder auszuschließen.

Diese Untersuchung ist ein entscheidender diagnostischer Schritt, um dir eine klare Diagnose zu geben und die bestmögliche, auf dich zugeschnittene Behandlungsstrategie zu entwickeln. Sie ist sicher, strahlenfrei und liefert hochpräzise Ergebnisse für deine weitere Gesundheit.

Quellenangaben

  • AWMF-Leitlinie S3 “Die Sectio caesarea” (Registernummer 015/084), Stand 2020. Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.
  • Vervoort, A. J. M. W., et al. (2018). The prevalence, symptoms and management of uterine niches after caesarean section: a systematic review. *Reproductive BioMedicine Online*, 36(3), 332-343.

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