Natürliche Geburt nach Kaiserschnitt – das solltest du dazu wissen

Du erwartest dein zweites Kind und bist dennoch ein wenig besorgt, da die erste Geburt ein Kaiserschnitt war? Das ist vollkommen normal. Du fragst dich bestimmt, ob eine natürliche Geburt nach einem Kaiserschnitt überhaupt möglich ist oder ob es nicht doch zu riskant ist. Ich kann dich an dieser Stelle schon einmal ein wenig beruhigen. Grundsätzlich spricht nichts gegen eine Spontangeburt. Allerdings gibt es ein paar wichtige Informationen, die dir nicht nur mehr Sicherheit schenken, sondern dich entsprechend aufklären, um bei der zweiten Geburt auf natürlichem Weg das Kind zur Welt zu bringen. Als Hebamme mit vielen Jahren Erfahrung gebe ich dir mit diesem Artikel wichtiges Wissen mit auf den Weg, welches dir helfen wird, deiner zweiten Geburt etwas gelassener entgegen zu treten.

Wann darf man nach einem Kaiserschnitt wieder schwanger werden?

Du solltest bedenken, dass ein Kaiserschnitt aus medizinischer Sicht ein operativer Eingriff ist. Und kein kleiner. Wie nach jeder anderen Operation auch, ist eine gewisse Zeit der Heilung unabdingbar. Ähnlich verhält es sich nach der Sectio (der medizinische Fachbegriff für Kaiserschnitt), also dem Schnitt durch die Bauchdecke und der Gebärmutter. Die Rückbildungsprozesse und die entstandenen Wunden benötigen Zeit, um zu heilen. Und auch wenn die äußere Kaiserschnittnarbe schon nach ein paar Wochen gut verheilt ist, brauchen die inneren Prozesse wesentlich länger.

Mediziner raten dazu, mindestens ein Jahr zu warten, bis eine erneute Schwangerschaft beginnt. Besser ist es jedoch noch etwas länger zu warten. Erfahrungen haben gezeigt, dass zwei Jahre Heilung nach der Sectio sich positiv auswirken und eine natürliche Geburt deutlich realistischer und weniger riskant ist.

Frau mit Hebamme bei Geburt

Eine erneute Schwangerschaft nach Kaiserschnitt ist zu empfehlen: 

  • frühstens  12 Monate 
  • besser 24 Monate 

Warum du mindestens ein Jahr warten solltest

Wie eben kurz erklärt, muss die Narbe in der Gebärmutter ausreichend Zeit zur Heilung bekommen. Die Gebärmutter selbst ist ein birnenförmiger Hohlmuskel, der sich extrem dehnen kann. Die Narbe hat diese Fähigkeit nicht. Beim Einsetzen der Wehen und der damit verbundenen, starken Kontraktionen, kann eine nur kurz verheilte Narbe im schlimmsten Fall reißen. Dann sprechen Fachleute von der sogenannten Uterusruptur. Also einem Riss in der Gebärmutter und das hätte fatale Folgen für das Kind, als auch für die Mutter.

Das Erlebnis der Geburt aufarbeiten

Wenn deine erste Geburt ein ungeplanter Kaiserschnitt war, hast du dich im Vorfeld wahrscheinlich auf eine natürliche Geburt vorbereitet. Oft fühlern sich Frauen nach einem sekundären oder Not-kaiserschnitt überrumpelt und sind meist sehr enttäuscht, wenn ihr Baby nicht so auf die Welt kam wie sie es sich gewünscht haben.

Auch lange Zeit nach einer Geburt kann es daher sein, dass man unter einem Geburtstrauma leidet, welches einen oft bei einer erneuten Schwangerschaft einholt. Solltest du das Gefühl haben, dass dich depressive Gedanken überkommen, immer wieder an die vorangegangene Geburt denken musst und dich ungeklärte Fragen quälen, dann wende dich an folgende Menschen:

  • deinen behandelnden Frauenarzt/in 
  • suche eine Hebamme auf 
  • wende dich an die Geburtsklinik
  • gehe zu einem Geburtsvorbereitungskurs für Frauen in der zweiten Schwangerschaft 

Überall kann dir professionell geholfen werden. Dein Seelenwohl ist nämlich für einen guten Schwangerschaftsverlauf ebenfalls sehr, sehr wichtig! Vielen Frauen, die ich betreut habe hat es geholfen, den Geburtsbericht anzufordern und sich dadurch noch einmal intensiv mit der letzten Geburt zu beschäftigen und diese aufzuarbeiten.

Paar kommt zur geburt ins Krankenhaus


Den Geburtsvorbereitungskurs hast du für deine erste Geburt niemals umsonst absolviert. Selbst jetzt, während deiner zweiten Schwangerschaft, empfehle ich dir einen solchen Kurs aufzusuchen. Achte diesmal darauf, dass es sich um einen Kurs für Zweitgebärende handelt. Diese sind ein wenig anders aufgebaut und spezialisiert auf Frauen, die ihr zweites oder gar drittes Kind erwarten. 

Vorteile eines Geburtsvorbereitungskurses für Mehrgebärende:

  • du kommst mit Gleichgesinnten zusammen
  • einige der Frauen haben ebenfalls die erste Geburt als Kaiserschnitt erlebt
  • Austausch der Gedanken und Ängste möglich
  • professionelle Beratung rund um die Geburt durch Hebammen 
  • mögliche Szenarien lassen sich einfacher durchsprechen

Einige Schwangere finden in Geburtsvorbereitungskursen Freunde, mit denen sie sich privat austauschen und gemeinsam den Weg gehen. Vor allem dann, wenn die Geburtstermine ähnlich liegen. Nicht selten sind hier schon richtig gute und feste Freundschaften entstanden.

Ist eine natürliche Geburt nach einem Kaiserschnitt überhaupt möglich?

Ganz klar: Ja! Generell spricht nichts gegen eine Spontangeburt, selbst nach einer Sectio nicht. 

Es ist noch nicht allzu lange her, da galt das Motto:

„Einmal Kaiserschnitt, immer Kaiserschnitt!“

Heute sprechen Ärzte und Hebammen vorzugsweise davon:

„Neues Spiel, neues Glück!“

Durchschnittlich entbinden rund 70 % der Frauen auf natürlichem Weg, selbst wenn die erste Geburt per Kaiserschnitt vorgenommen wurde. Für eine natürliche Geburt spricht in jedem Fall, wenn das Kind normalgewichtig ist und es in der Schädellage (mit dem Kopf nach unten) liegt. Des Weiteren begutachtet dein Gynäkologe die Festigkeit der Narbe per Ultraschall und kann dies sehr gut einschätzen, ob ein Risiko besteht oder nicht. 

Mann hält Hand bei geburt

Diese unschlagbaren Vorteile bietet die vaginale Geburt für dich und dein Kind:

  1. Dein Kind wählt den Termin seiner Geburt selbst aus. Kinder die durch einen Kaiserschnitt auf die Welt kommen, haben öfter Anpassungsschwierigkeiten.
  2. Wehen haben eine positive Wirkung auf das Kind. Es bekommt ein klares Signal, dass es jetzt los geht und es kann sich wortwörtlich auf den Weg in die Welt machen.
  3. Mütter sind nach einer Spontangeburt schneller fitter und leiden unter deutlich weniger Schmerzen.

Eine Spontangeburt ist vor allem dann wahrscheinlich, wenn möglichst zwei Jahre zwischen Kaiserschnitt und zweiter Schwangerschaft liegen und keine weitere Komplikationen vorliegen. Was gegen eine natürliche Geburt spricht, erfährst du natürlich noch in diesem Beitrag.

Hausgeburt nach Kaiserschnitt?

Wenn du dir eine Hausgeburt oder Geburt im Geburtshaus wünschst, ist das durchaus auch nach einer vorausgegangenen Kaiserschnittgeburt möglich. Allerdings lehnen viele Hebammen und Geburtshäuser eine Betreuung nach Kaiserschnitt ab. Hast Du eine Hebamme gefunden, die dich auf deiner nächsten Geburtsreise begleiten wird, sollte im Vorwege eine Risikoeinschätzung deiner Narbe durch den Gynäkologen erfolgen. Eine Alternative könnte vielleicht auch eine Beleghebamme sein, die dich wärend der Geburt in der Klinik betreut, dir Sicherheit gibt und dir seelisch und moralisch zur Seite steht. 

Auch einer Geburt im Wasser steht eigentlich nichts im Wege, wird aber von einigen Kliniken nach einem Kaiserschnitt abgelehnt. Wenn du den Wunsch nach einer Wassergeburt hast, solltest du dies mit deiner Wunschklinik besprechen, um den Wunsch weiter zu verfolgen, ihn zu verwerfen oder dir eine andere Klinik zu suchen.

Hält die Kaiserschnittnarbe?

Eine Frage die dir verständlicherweise Sorgen bereitet und damit bist du nicht allein. Ich habe als Hebamme bereits viele Frauen unterstützen dürfen, die Zweifel ein wenig aus dem Weg zu räumen. Ein winziges Restrisiko ist niemals auszuschließen. Das verheimliche ich auch nicht. Aber wenn du dir jetzt einmal die Zahlen dazu anschaust, wirst du in jedem Fall beruhigt sein:

Frau bei geburt im Stehen

Die Wahrscheinlichkeit einer Uterusruptur:

  • Nach 1 Kaiserschnitt liegt: bei 1,1 Prozent.
  • Nach 2 Kaiserschnitten steigt das Risiko auf: 2,0 Prozent.

Insofern stehen die Chancen wahrlich sehr gut, dass auch deine Narbe einer natürlichen Geburt Stand halten wird. Natürlich wird während der Geburt alles genau beobachtet, um das Wohl des Kindes und der Mutter im Auge zu haben. 

Für dich an dieser Stelle eine kurze Aufstellung der belegten Fallzahlen (Quelle: DGGG Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) im Hinblick auf die Pausen zwischen den Schwangerschaften. Es ist ein großer Vorteil, wenn du dir nach dem ersten Kaiserschnitt zwei Jahre Zeit gelassen hast:

Dieses Risiko für einen Gebärmutterriss wird in der Literatur wie folgt belegt:

  • 4,8 % bei Frauen die weniger als ein Jahr warten
  • 2,7 % bei Frauen die wenigstens ein Jahr warten
  • 0,9 % bei Frauen die zwei Jahre warten

Wenn eine Frau bereits zwei Kaiserschnitte hinter sich hat, steigt das Risiko auf gut 2,0 % selbst nach zwei Jahren.

Achtung:

Es wird zwischen einem Querschnitt und einem Längsschnitt an der Gebärmutter unterschieden. In der Regel wird heute ein Querschnitt durchgeführt, bei dem das Risiko eines Uterusruptur geringer ist. Ein Längsschnitt wird hin und wieder bei Frühgeburten durch die Lage der Gebärmutter notwendig. Hier wird man dich umfangreich beraten, wenn es bei dir der Fall sein sollte.

Gebärende Frau im Vierfüßlerstand

Gründe gegen ist eine natürliche Geburt nach Kaiserschnitt

Es gibt aus medizinischer Sicht einige Gründe, die gegen eine natürliche Geburt sprechen und für eine Resectio, also einen zweiten Kaiserschnitt. Je eher du dich mit dem Gedanken eines weiteren Kaiserschnittes beschäftigst, desto mehr wirst du mit der Vorstellung ins Reine kommen.

Gründe für einen geplanten Kaiserschnitt:

1. Frauen deren Kaiserschnitt weniger als 12 Monate zurückliegt, wird stets ein weiterer Kaiserschnitt empfohlen, da das Risiko eines Uterusruptur zu hoch ist.

2. Wenn ein Längsschnitt vorliegt. (Erfolgt recht selten, meist bei Frühgeburten)

3. Lag schon einmal ein Riss der Gebärmutter vor, ist eine natürlich Geburt nicht möglich.

4. Plazenta Praevia: Hier sitzt der Mutterkuchen zu tief, beziehungsweise vor dem Muttermund und würde eine natürliche Geburt behindern.

5. Plazenta accreta: Der Mutterkuchen ist mit der Gebärmutter verwachsen. Durch Operationen oder einen vorherigen Kaiserschnitt ist eine Narbe in der Gebärmutter entstanden. Dies kann dazu führen, dass sich der Mutterkuchen genau an dieser Stelle einnistet und dadurch mit der Gebärmutter verwächst. Je mehr Narben in der Gebärmutter vorhanden sind, desto höher steigt das Risiko.

6. Bei starkem Übergewicht wird man einer Frau ebenfalls zu einem Kaiserschnitt raten. Meist liegt der Richtwert bei BMI 30. Das entspricht bereits einer Adipositas.

7. Es wird ein überdurchschnittlich großes und schweres Kind erwartet. Dabei liegt das geschätzte Geburtsgewicht bei 4.250 Gramm und höher.

An dieser Stelle eine kleine, zusätzliche Erläuterung:

Wird ein überdurchschnittlich schweres Kind erwartet, blicken Ärzte natürlich auch darauf, wie es um die Statur der Frau gestellt ist. Eine große Frau mit breitem Becken und stattlicher Figur ist durchaus in der Lage ein Kind mit diesem Gewicht auf natürlichem Weg auf die Welt zu bringen. Bei einer zierlichen Frau mit einem schmalen Becken, aber großem Kind, kann eine natürliche Geburt schwierig werden. Aber man sollte immer ganz individuell schauen.

8.Liegt das Baby in Beckenendlage (mit Po und/oder Füßen nach unten) wird nach einem vorangegangenen Kaiserschnitt in den meisten Kliniken ein geplanter Kaiserschnitt durchgeführt. Die Beckenendlage ist zwar eine geburtsmögliche Lage, aber birgt mehr Risiken als eine Geburt aus Schädellage.

9. Es werden Zwillinge erwartet.

10. Und natürlich, wenn der Grund für den vorangegangenen Kaiserschnitt noch besteht wie z.B. ein enges Becken.

Die letzte Entscheidung wird aber selbstverständlich immer in der Geburtsklinik getroffen.

gebärende Frau in der Geburtswanne

Gibt es bei einer Geburt nach Kaiserschnitt etwas zu beachten? 

Das Rupturrisiko ist nicht von der Hand zu weisen. Selbst wenn es recht niedrig ist, so ist es vorhanden. Um möglichen Komplikationen bei einer Spontangeburt im Vorfeld aus dem Weg zu gehen, wird sich manchmal vorsorglich für eine Re-Sectio entschieden. Wie du bereits gelesen hast, sind die Risiken keist so gering, dass in den meisten Fällen nichts gegen eine natürliche Geburt spricht.

Wenn sich dein Baby nicht selber auf den Weg macht, stellt sich evtl. die Frage nach einer künstlichen Einleitung der Geburt. Bestimmte Medikamente, wie Cytotec oder bestimmte Prostaglandine, solllten nach einem Kaiserschnitt nicht angewendet werden, da diese zu einer Überstimulation der Gebärmutter führen können und das Rupturrisiko auf 10 -18% steigt. Daher wird meist mit einem Wehentropf eingeleitet, den man von der Dosierung gut steuern kann..

Tipp:

Hast du das Bedürfnis, einen Wunschkaiserschnitt durchführen zu lassen und möchtest du den Geburtsbeginn natürlich beginnen lassen, besteht die Möglichkeit nach dem natürlichen Einsetzen der Wehen den Kaiserschnitt zu vollziehen. Es wäre eine light Variante und für einige Frauen ein wohliger Kompromiss. So wird der Geburtsbeginn von deinem Kind festgelegt. Sprich über diesen Wunsch rechtzeitig mit deiner Wunschklinik.

Hast du bereits den Mut, auf natürlichem Wege die Geburt zu erleben?

Vielleicht bist du dir noch gar nicht so sicher, ob du überhaupt vaginal gebären willst. Besonders dann, wenn der erste Kaiserschnitt nicht geplant war, bringt das oft sehr viele Unsicherheiten mit sich. Viele fragen sich an dieser Stelle: Wird es wieder passieren?

Ich als Hebamme kann da nur sagen, dass eine jede Geburt einzigartig und nicht im Detail planbar ist. Die Erfahrungen die ich in all den Jahren machen durfte belegen, dass Frauen die zweite Geburt deutlich aktiver erleben und mitgestalten. Während der ersten Geburt lassen es viele schlicht weg einfach auf sich zukommen. Diesmal weiß eine Frau schon ein wenig, was auf sie zukommt. 

Aus diesem Grund sage ich immer wieder, sind Beratungsgespräche enorm wichtig. Egal ob mit einer Hebamme oder ein intensiver Austausch mit dem Personal der Geburtsklinik. Einige Frauen schreiben einen Geburtsplan, der mit Wünschen und Maßnahmen versehen ist, die im Falle eines Falle greifen. So kann man zur Mitgestalterin seiner Geburt werden auch wenn sich nicht alles haarklein planen lässt. Eine klare Kommunikation ist sehr wichtig. Frauen dürfen und sollen sagen, was sie brauchen und sich wünschen.

Ich habe es oft als heilsam empfunden, wenn sich Frauen nach einer traumatischen Geburt dennoch zu einer Spontangeburt entschieden haben. Verlief diese dann nach ihren Vorstellungen, konnten die Frauen mit der ersten Geburt besser ihren Seelenfrieden schließen.

Fazit

Sei dir immer bewusst, dass jede Geburt etwas Einmaliges und nicht zu 100 Prozent planbar ist. Es ist ein ganz natürlicher Ablauf komplexer Prozesesse , welche durch unterschiedliche Faktoren kurzfristig beeinflusst werden können. Grundsätzlich ist eine Spontangeburt nach einem Kaiserschnitt immer möglich. Immerhin bringen 7 von 10 Frauen ihr zweites Baby auf natürlichem Weg zur Welt.

Hebamme Julia Ronnenberg am Laptop

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