Vaginale Laxheitssyndrom (VLS)

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Julia Ronnenberg (Hebamme)

Ich bin Julia Ronnenberg, seit über 15 Jahren Hebamme und die Autorin der Artikel auf Mammacita.de

Ich gebe dir Hilfestellung und stehe mit Rat bei allen Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Leben mit Baby zur Seite.

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Was ist das Vaginale Laxheitssyndrom (VLS)?

Das Vaginale Laxheitssyndrom (VLS) beschreibt das subjektive Gefühl einer nachlassenden Straffheit der Vagina. Viele Frauen erleben dies nach einer oder mehreren Geburten, im Zuge des natürlichen Alterungsprozesses oder durch hormonelle Veränderungen wie in der Menopause. Es handelt sich hierbei nicht primär um eine Krankheit, sondern um eine Veränderung des Körpergefühls, die Deine Lebensqualität und sexuelle Zufriedenheit beeinträchtigen kann. Du bist damit nicht allein – es ist ein weit verbreitetes Thema, über das oft geschwiegen wird.

Welche Ursachen stecken dahinter?

Die Ursachen für das Gefühl der vaginalen Weite sind multifaktoriell. Die Überdehnung des Gewebes während einer vaginalen Geburt ist der häufigste Grund. Aber auch der altersbedingte Rückgang von Kollagen und Elastin sowie hormonelle Schwankungen (insbesondere ein Östrogenmangel) spielen eine entscheidende Rolle. Diese Faktoren können die Elastizität der Vaginalwände und die Kraft der unterstützenden Beckenboden-Muskulatur schwächen.

Typische Symptome des Vaginalen Laxheitssyndroms

Die Symptome sind sehr individuell, aber oft berichten Frauen von folgenden Veränderungen:

  • Verminderte Reibung und Empfindung während des Geschlechtsverkehrs für sich selbst oder den Partner.
  • Ein Gefühl von „Offenheit“ oder Weite im Vaginalbereich.
  • Gelegentlich leichte Stressinkontinenz, zum Beispiel beim Husten, Niesen oder Sport.
  • Luft, die hörbar aus der Vagina entweicht (vaginaler Flatus).

Was Du tun kannst: Es gibt wirksame Hilfe

Wenn Du Dich in diesen Beschreibungen wiederfindest, wisse, dass es moderne und effektive Behandlungsmöglichkeiten gibt. Sprich offen mit Deiner Gynäkologin oder Deinem Gynäkologen. Je nach Ursache und Ausprägung können gezieltes Beckenbodentraining, physikalische Therapien (wie Laser- oder Radiofrequenzbehandlungen) oder minimalinvasive Verfahren helfen, das Gewebe zu straffen und Dein Wohlbefinden wiederherzustellen. Der erste Schritt ist, das Thema anzusprechen und professionelle Unterstützung zu suchen.

Quellenangaben

  • Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).
  • International Urogynecological Association (IUGA): Empfehlungen zur Beckenbodengesundheit.
  • Fachartikel aus „The Journal of Sexual Medicine“ zur weiblichen sexuellen Dysfunktion.

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