Asherman-Syndrom

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Julia Ronnenberg (Hebamme)

Ich bin Julia Ronnenberg, seit über 15 Jahren Hebamme und die Autorin der Artikel auf Mammacita.de

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Was ist das Asherman-Syndrom?

Das Asherman-Syndrom, auch intrauterine Adhäsionen genannt, beschreibt das Vorhandensein von narbigen Verwachsungen innerhalb der Gebärmutterhöhle. Stell Dir vor, dass feine Narbenstränge die Wände Deiner Gebärmutter miteinander verkleben. Dies kann die Gebärmutterhöhle teilweise oder sogar vollständig verschließen und hat oft Auswirkungen auf Deine Menstruation und Fruchtbarkeit.

Diese Verwachsungen entstehen meist als Folge einer Verletzung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium). Die häufigste Ursache sind operative Eingriffe wie eine Ausschabung (Kürettage), insbesondere wenn diese nach einer Fehlgeburt, einer Geburt oder bei einer starken Blutung durchgeführt wird. Auch Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometritis) können zur Bildung von Narbengewebe führen.

Wenn Du vom Asherman-Syndrom betroffen bist, bemerkst Du möglicherweise folgende Symptome:

  • Veränderungen der Menstruation: Deine Periode kann sehr schwach werden (Hypomenorrhoe) oder ganz ausbleiben (Amenorrhoe), obwohl Du keine hormonellen Verhütungsmittel verwendest.
  • Schwierigkeiten, schwanger zu werden: Die Verwachsungen können die Einnistung einer befruchteten Eizelle verhindern oder den Transport der Spermien beeinträchtigen.
  • Wiederholte Fehlgeburten: Eine ausreichende Durchblutung und der nötige Platz für die Entwicklung des Embryos können durch das Narbengewebe eingeschränkt sein.
  • Schmerzen: Manchmal können krampfartige Schmerzen während der eigentlichen Menstruationszeit auftreten, da das Blut durch die Verwachsungen nicht abfließen kann.

Die gute Nachricht ist, dass das Asherman-Syndrom diagnostiziert und behandelt werden kann. Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie). Bei diesem Eingriff können die Verwachsungen oft direkt gelöst werden. Wenn Du den Verdacht hast, betroffen zu sein, sprich bitte vertrauensvoll mit Deiner Gynäkologin oder Deinem Gynäkologen. Sie können die notwendigen Schritte einleiten und Dich umfassend beraten.

Quellenangaben

  • American Society for Reproductive Medicine (ASRM). Practice Committee Report: Intrauterine adhesions. Veröffentlicht in: Fertility and Sterility.
  • Deans, R., & Abbott, J. (2010). Review of intrauterine adhesions. Journal of Minimally Invasive Gynecology, 17(5), 555-569.
  • Dreisler, E., & Kjer, J. J. (2019). Asherman’s syndrome: an update on diagnosis and treatment. Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica, 98(8), 966–974.

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