Peripartale Sepsis

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Julia Ronnenberg (Hebamme)

Ich bin Julia Ronnenberg, seit über 15 Jahren Hebamme und die Autorin der Artikel auf Mammacita.de

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Was ist eine peripartale Sepsis?

Die peripartale Sepsis, oft auch als Müttersepsis oder umgangssprachlich als Kindbettfieber bezeichnet, ist eine lebensbedrohliche Reaktion Deines Körpers auf eine Infektion, die während der Schwangerschaft, der Geburt oder im Wochenbett (bis zu 42 Tage nach der Geburt) auftritt. Es handelt sich hierbei um einen absoluten medizinischen Notfall, bei dem das Immunsystem überreagiert und beginnt, körpereigenes Gewebe und Organe zu schädigen.

Wie entsteht eine peripartale Sepsis?

Eine Sepsis entsteht, wenn Krankheitserreger wie Bakterien in den Blutkreislauf gelangen und eine unkontrollierte Entzündungsreaktion auslösen. Im peripartalen Zeitraum gibt es mehrere mögliche Eintrittspforten und Risikofaktoren:

  • Nach der Geburt: Die Gebärmutter hat eine große Wundfläche, wo sich die Plazenta befand. Auch Geburtsverletzungen wie ein Dammschnitt oder Risse können Infektionsherde sein.
  • Kaiserschnitt: Jeder chirurgische Eingriff birgt ein Infektionsrisiko, so auch die Operationsnarbe eines Kaiserschnitts.
  • Vorzeitiger Blasensprung: Wenn die Fruchtblase zu früh platzt, können Keime in die Gebärmutter aufsteigen und eine Infektion auslösen.
  • Zurückgebliebene Plazentareste: Verbleibt Gewebe in der Gebärmutter, kann dies einen Nährboden für Bakterien darstellen.

Welche Symptome deuten auf eine Sepsis hin?

Es ist entscheidend, dass Du Deinen Körper im Wochenbett genau beobachtest. Zögere niemals, Deine Hebamme oder Deinen Arzt zu kontaktieren, wenn Du unsicher bist. Alarmzeichen für eine Sepsis können plötzlich und heftig auftreten:

  • Fieber und Schüttelfrost
  • Ein sehr starkes, allgemeines Krankheitsgefühl
  • Schneller Herzschlag (Tachykardie) und schnelle Atmung
  • Verwirrtheit, Desorientierung oder ungewöhnliche Schläfrigkeit
  • Starke Schmerzen im Unterleib oder Becken
  • Übelriechender oder veränderter Wochenfluss (Lochien)
  • Niedriger Blutdruck, der sich durch Schwindel oder Ohnmacht bemerkbar macht

Eine peripartale Sepsis erfordert eine sofortige Einweisung ins Krankenhaus und eine intensive Behandlung, meist mit hochdosierten Antibiotika. Deine schnelle Reaktion und das Vertrauen in Dein Körpergefühl können entscheidend sein.

Quellenangaben

  • World Health Organization (WHO): Statement on maternal sepsis. (2017)
  • S3-Leitlinie Prophylaxe, Diagnostik und Therapie der Sepsis. AWMF-Registernummer 079-001.
  • Deutsche Sepsis-Hilfe e.V. – Informationen und Unterstützung für Betroffene und Angehörige.

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