Was ist eine Posteriore Vaginalwandaugmentation?
Die Posteriore Vaginalwandaugmentation, oft auch als hintere Scheidenplastik oder hintere Kolporrhaphie bezeichnet, ist ein chirurgischer Eingriff zur Wiederherstellung und Stärkung der hinteren Scheidenwand. Diese Wand trennt Deine Vagina vom Enddarm (Rektum). Wenn das stützende Bindegewebe zwischen diesen beiden Organen geschwächt ist, kann sich der Darm nach vorne in die Scheide wölben – ein Zustand, der als Rektozele bezeichnet wird.
Vielleicht spürst Du ein Druckgefühl, eine Vorwölbung in der Scheide oder hast Schwierigkeiten bei der Stuhlentleerung. Manche Frauen berichten auch von Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie). Eine posteriore Vaginalwandaugmentation hat das Ziel, genau diese Beschwerden zu lindern und die normale Anatomie und Funktion Deines Beckenbodens wiederherzustellen.
Während des Eingriffs wird die geschwächte Bindegewebsschicht (die sogenannte Fascia Endopelvina oder rektovaginale Faszie) gestrafft und verstärkt. Überschüssiges Gewebe der Scheidenwand kann dabei entfernt werden, um die Struktur zu festigen und die Vorwölbung zu korrigieren. Ziel ist es, Dir wieder mehr Lebensqualität, Komfort und Sicherheit im Alltag zu geben.
Die Hauptziele des Eingriffs sind:
- Korrektur der Rektozele: Die Vorwölbung der Darmwand in die Vagina wird behoben.
- Linderung der Symptome: Beschwerden wie Druckgefühl, unvollständige Stuhlentleerung und Schmerzen werden reduziert.
- Wiederherstellung der Stützfunktion: Die geschwächte hintere Scheidenwand wird stabilisiert.
- Verbesserung der Lebensqualität: Körperliches Wohlbefinden und sexuelle Funktion können sich deutlich verbessern.
Wenn Du unter den Symptomen einer Rektozele leidest, ist es wichtig, dass Du Dich vertrauensvoll an Deine Gynäkologin oder Deinen Gynäkologen wendest. Gemeinsam könnt ihr besprechen, ob eine posteriore Vaginalwandaugmentation für Dich die passende Behandlungsoption ist.