Ringpessar

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Julia Ronnenberg (Hebamme)

Ich bin Julia Ronnenberg, seit über 15 Jahren Hebamme und die Autorin der Artikel auf Mammacita.de

Ich gebe dir Hilfestellung und stehe mit Rat bei allen Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Leben mit Baby zur Seite.

Neben der Webseite biete ich auch verschiedene Kurse rund um Schwangerschaft und Rückbildung an, von denen du viele kostenlos testen kannst.

Was ist ein Ringpessar und wie kann es Dir helfen?

Ein Ringpessar ist ein medizinisches Hilfsmittel aus flexiblem, körperfreundlichem Silikon, das zur Behandlung von Senkungsbeschwerden (Beckenorganprolaps) und bestimmten Formen der Harninkontinenz eingesetzt wird. Stell es Dir wie eine sanfte, innere Stütze vor, die Deinen Beckenboden entlastet und die Organe wieder an ihre korrekte Position hebt.

Das Pessar wird von Deiner Ärztin oder Deinem Arzt in die Scheide eingeführt und positioniert sich so, dass es die Gebärmutter, die Blase oder den Darm stützt. Durch diese mechanische Unterstützung können Symptome wie Druckgefühl im Unterleib, das Gefühl, dass etwas „nach unten fällt“, und unwillkürlicher Urinverlust bei Belastung (Stressinkontinenz) oft schnell und effektiv gelindert werden. Es ist eine nicht-operative, also konservative, Behandlungsmethode, die vielen Frauen eine hohe Lebensqualität zurückgibt.

  • Behandlung der Belastungsinkontinenz: Das Ringpessar stützt die Harnröhre und verhindert so den Urinverlust bei körperlicher Anstrengung wie Husten, Niesen oder Sport.
  • Unterstützung bei Organsenkung: Es hilft bei einer leichten bis mittelschweren Senkung der Gebärmutter (Uterusprolaps), der Blase (Zystozele) oder des Enddarms (Rektozele).
  • Alternative zur Operation: Für Frauen, die eine Operation vermeiden möchten oder für die eine Narkose ein Risiko darstellt, ist das Pessar eine hervorragende Option.

Die Anpassung eines Ringpessars ist entscheidend für den Erfolg und Komfort. Eine fachärztliche Untersuchung und Anpassung durch Deinen Gynäkologen oder Urogynäkologen ist daher unerlässlich. Hab keine Scheu, alle Deine Fragen zu stellen – es ist ein weit verbreitetes und bewährtes Hilfsmittel, das Dir helfen kann, Deinen Alltag wieder unbeschwerter zu gestalten.

Quellenangaben

  • Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). S2e-Leitlinie „Weiblicher Beckenorganprolaps, Diagnostik und Therapie“.
  • Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e. V. (DGGG). Patienteninformationen zu Beckenboden und Inkontinenz.

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