Zervixpessar

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Julia Ronnenberg (Hebamme)

Ich bin Julia Ronnenberg, seit über 15 Jahren Hebamme und die Autorin der Artikel auf Mammacita.de

Ich gebe dir Hilfestellung und stehe mit Rat bei allen Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Leben mit Baby zur Seite.

Neben der Webseite biete ich auch verschiedene Kurse rund um Schwangerschaft und Rückbildung an, von denen du viele kostenlos testen kannst.

Was ist ein Zervixpessar?

Ein Zervixpessar ist ein kleines, flexibles Hilfsmittel aus medizinischem Silikon, das speziell dafür entwickelt wurde, Deinen Gebärmutterhals (Zervix) während der Schwangerschaft zu stützen. Du kannst es Dir wie einen weichen, schalenförmigen Ring vorstellen, der den Muttermund umschließt, entlastet und so einer vorzeitigen Öffnung und Verkürzung entgegenwirkt.

Diese nicht-operative Methode wird vor allem eingesetzt, um das Risiko einer Frühgeburt bei Frauen mit einer diagnostizierten Zervixinsuffizienz (Gebärmutterhalsschwäche) oder einem ärztlich festgestellten, verkürzten Gebärmutterhals zu senken.

Wie genau unterstützt Dich das Zervixpessar?

  • Mechanische Stütze: Das Pessar verteilt den Druck des wachsenden Babys gleichmäßiger und entlastet so den inneren Muttermund direkt.
  • Richtungsänderung: Es hilft, den Gebärmutterhals leicht nach hinten (in Richtung Kreuzbein) zu neigen. Diese veränderte Position reduziert die direkte Belastung auf den Muttermund erheblich.
  • Barrierefunktion: Indem es den Muttermund verschlossen hält, schützt es auch den wichtigen Schleimpfropf, der als natürliche Barriere gegen aufsteigende Infektionen dient.

Das Einsetzen des Zervixpessars ist ein kurzer, in der Regel schmerzfreier Vorgang, der ohne Narkose in der gynäkologischen Praxis durchgeführt wird. Es verbleibt meist bis etwa zur 37. Schwangerschaftswoche und wird dann einfach wieder entfernt, um eine natürliche Geburt zu ermöglichen. In vielen Fällen ist es eine sanfte Alternative oder Ergänzung zu einem operativen Eingriff wie der Zervix-Cerclage.

Quellenangaben

  • Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): Prävention und Therapie der Frühgeburt. AWMF-Registernummer 015/025.

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Wichtiger Hinweis: Diese Übersicht ersetzt keinen medizinischen Rat; konsultiere bei Problemen bitte Deine Hebamme oder Deinen Arzt.