Dein Baby schreit abends? So kannst du ihm helfen

Das baby schreit abends beitragsbild

Dein Baby schreit abends viel und es ist schwer zu beruhigen? Das kann einem das Eltern-Herz brechen und ganz schön nervenaufreibend sein. Als erfahrene Hebamme möchte ich dir in diesem Artikel die Gründe warum Dein Baby abends viel schreit erläutern und Dir Tipps geben, wie du Deinem Kind in dieser Sitution hilfst zur Ruhe zu kommen und besser einzuschlafen.

Warum schreien Babys?

Das Weinen ist für Babys eine natürliche Art der Kommunikation. Wenn Du das akzeptierst, fühlt es sich schon weniger schlimm udn bedrohlich, wenn Dein Kind eine längere Schreiphase hat. Besonders im ersten Lebensjahr drücken Kinder auf diese Weise ihre Bedürfnisse aus. Es ist kein Anzeichen für etwas Schlimmes, sondern oft eine Reaktion auf die vielen neuen Eindrücke und Empfindungen, die das Baby Tag und Nacht erlebt. Babys sind noch so klein und können noch nicht sprechen, daher ist das Babygeschrei ihre Art, um dir mitzuteilen, dass sie etwas brauchen oder sich unwohl fühlen.

Merke: Das Schreien Deines Kindes ist nichts schlimmes sondern überlebenswichtig. Es löst Deine sofortige Aufmerksamkeit und Fürsorge aus, und sichert so sein Überleben und sorgt für sein Wohlergehen.

Baby schreit abends

Mein Baby schreit abends vermehrt

Es ist keine Seltenheit, dass Babys in den ersten Lebensmonaten am Abend besonders unruhig sind. Oft liegt es daran, dass sie den ganzen Tag über eine Flut von Informationen aufnehmen und einfach etwas überwältigt sind. Die Reize der Umgebung, Geräusche, Berührungen und die vielen neuen Eindrücke können dazu führen, dass Babys abends Schwierigkeiten haben, zur Ruhe zu kommen. Es kann aber auch andere Ursachen geben, warum dein Baby abends weint. Hunger, Müdigkeit, Blähungen oder einfach das Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit können eine Rolle spielen. Es gibt zig Möglichkeiten, die wärend der abentlichen Schreistunden helfen können. Da jedes Kind einzigartig ist, muss man als Eltern jedoch herausfinden, was seinem Baby am besten hilft sich zu beruhigen. Mit ein wenig Geduld und liebevoller Zuwendung wirst du mit deinem Baby einen Weg finden, um die Abendstunden entspannter zu gestalten und eine gute Nacht zu haben.

Wie macht sich eine Schreiphase bemerkbar?

Typischerweise beginnen die abendlichen Schreiphasen ohne erkennbaren Grund am späten Nachmittag oder frühen Abend und kann mehrere Stunden anhalten.

Diese Phase ist gekennzeichnet durch:

  • Intensives Weinen
  • Gerötete Wangen
  • Zusammengezogene Beinchen
  • Schwierigkeiten beim Beruhigen
  • Anspannung und Unruhe
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Was hilft gegen die abendlichen Schreiattacken?

In den meisten Fällen können einfache Maßnahmen Wunder bewirken, um sein Neugeborenes zu beruhigen. Hier sind einige Tipps, die dir helfen können:

  • Halte dein Baby eng an dich: Durch das behutsame Kuscheln in deinen Armen fühlt sich dein Baby sicher und geliebt, fast wie im Bauch. Die Nähe zu dir kann seine Unruhe lindern und ihm Geborgenheit schenken.
  • Beruhigende Geräusche: Benutze Geräusche wie Regen oder das sanfte Rauschen des Meeres, um den Klang im Bauch nachzubilden. Es gibt auch Apps oder Playlists, die diese beruhigenden Geräusche simulieren können. Das vertraute Geräusch kann deinem Baby helfen, sich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen.
  • Hilf deinem Baby beim Bäuerchen machen: Klopf sanft auf den Rücken deines Babys, um überschüssige Luft im Bauch loszuwerden und Blähungen zu lindern. Eine sanfte Massage des Bauches im Uhrzeigersinn kann ebenfalls helfen, die Verdauung zu fördern und Unwohlsein zu reduzieren.
  • Nutze das Stillen zur Beruhigung: Das Stillen dient nicht nur als Nahrungsquelle, sondern auch als wunderbare Möglichkeit, eine innige Bindung herzustellen und dein Baby zu beruhigen. Die Nähe zu dir und das Saugen können Trost spenden und Geborgenheit vermitteln.
Dein Baby schreit abends? So kannst du ihm helfen
  • Verwende die Pucktechnik: Das Pucken simuliert die Enge der Gebärmutter und kann deinem Baby helfen, sich geborgen zu fühlen. Wickel dein Baby sanft in ein Tuch oder eine Decke, sodass es sich sicher und begrenzt fühlt. Achte jedoch darauf, dass es genügend Bewegungsfreiheit für seine Beine hat.
  • Trage dein Baby im Tragetuch: Das einfache Tragen deines Babys in einem Tragetuch kann eine enorme Beruhigung bedeuten, da es die Nähe und Wärme deines Körpers spürt. Die sanften Bewegungen beim Tragen können es beruhigen und ihm ein Gefühl von Sicherheit vermitteln.
  • Schaffe eine reizarme Umgebung: Versuche, eine ruhige und entspannende Umgebung zu schaffen, um Überstimulation zu vermeiden, insbesondere vor dem Schlafengehen. Dimme das Licht, reduziere laute Geräusche und schaffe eine angenehme Atmosphäre, die deinem Baby hilft, zur Ruhe zu kommen.

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    • Verwende eine Federwiege: Eine Federwiege kann beruhigende Wirkung auf Säuglinge haben. Sie ahmt die sanften Bewegungen nach, die dein Baby aus dem Mutterleib kennt, und hilft ihm dabei, sich zu entspannen und einzuschlafen. Es gibt auch Federwiegen mit Motor, die diese Bewegungen automatisch erzeugen können.
    • Benutze beruhigendes Sprechen: “Schhhh”-Laute oder Schlaflieder: Deine Stimme ist ein vertrautes Geräusch für dein Baby, und beruhigende Worte oder leise gesungene Schlaflieder können sehr beruhigend wirken. Der gleichmäßige Klang von “Schhhh”-Lauten kann ebenfalls entspannend sein, da er die Geräusche im Mutterleib nachahmt. Probiere verschiedene Techniken aus, um herauszufinden, was dein Baby am meisten beruhigt.
    • Babymassage: eine Babymassage kann deinem Kind helfen sich zu entspannen und besser in den Schlaf zu finden. Wichtig ist jedoch, dass du die Massage durchführst noch bevor die abendliche Schreiattacke beginnt. Probiere evtl. auch wie sich ein Babybad auf dein Kind auswirkt.
    Dein Baby schreit abends? So kannst du ihm helfen

    Gründe warum Babys abends vermehrt schreien

    Es gibt zahlreiche Gründe, warum ein Baby abends schreit. Dies sind einige der möglichen Ursachen:

    • Überstimulation: Nach einem Tag voller Entdeckungen und neuen Eindrücken kann dein Baby abends einfach überstimuliert sein. Die vielen Reize können dazu führen, dass es Schwierigkeiten hat, zur Ruhe zu kommen.
    • Hunger: Oft ist Hunger der Grund für das Weinen am Abend, insbesondere wenn dein Kleines gerade einen Wachstumsschub durchmacht. Es benötigt möglicherweise mehr Nahrung, um mit seinem schnellen Wachstum Schritt zu halten.
    • Müdigkeit: Dein Kind kann einfach müde sein, hat aber Schwierigkeiten beim Einschlafen. Es kann sein, dass es überreizt ist oder noch nicht gelernt hat, selbstständig einzuschlafen. In solchen Fällen kann ein beruhigendes Schlafritual helfen.
    • Blähungen: Besonders in den ersten Wochen können Blähungen (Koliken) ein häufiger Grund für das Weinen am Abend sein. Der Verdauungsapparat eines Neugeborenen ist noch nicht vollständig entwickelt, und es kann Schwierigkeiten haben, mit den aufgenommenen Gasen umzugehen. Sanftes Massieren des Bäuchleins oder das Halten in aufrechter Position kann Linderung verschaffen.
    • Windel: Eine weitere mögliche Ursache für das Weinen am Abend kann eine volle oder unbequeme Windel sein. Stelle sicher, dass die Windel sauber und gut angepasst ist, um mögliche Beschwerden zu vermeiden.
    • Das Ankommen verarbeiten: Die Geburt ist für das Baby ein einschneidendes Erlebnis, das verarbeitet werden muss. Besonders wenn die Geburt plötzlich und unerwartet eintritt, können Babys Anpassungsschwierigkeiten haben. Der ehemalige Bauchbewohner muss sich an eine völlig neue Umgebung anpassen, was stressig sein kann.

    Wichtig: Babys sind auf die Unterstützung der Eltern angewiesen, um sich selber zu regulieren. Sie werden mit der Fähigkeit sich selber zu beruhigen nicht geboren, sondern müssen erst im Laufe der Zeit lernen ohne Hilfe in den Schlaf zu finden.

    Wann hört das abendliche Schreien endlich auf?

    Wird mein Kind nun dauerhaft so weinen, ist eine Angst vieler Eltern. Aber keine Sorge! Dass dein Baby abends schreit, ist meist nur temporär und hört von selbst auf, wenn es zwischen drei und vier Monaten alt ist. Manche Kinder können auch nach diesem Alter weiterhin abendliche Weine-Ausbrüche haben.

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    Ab wann kann man sein Baby als Schreibaby bezeichnen?

    Eine der häufigsten Sorgen, die Eltern haben, wenn das Baby eine Phase hat, in der es vermehrt schreit, ist das Phänomen des “Schreibabys”. Unter einem “Schreibaby” versteht man im Allgemeinen ein Baby, das über einen längeren Zeitraum, oft mehrere Wochen, ohne ersichtlichen Grund mehrere Stunden am Tag weint, insbesondere am Abend. Dies tritt in der Regel in den ersten drei bis vier Lebensmonaten auf.

    Wenn Du Dich überfordert fühlst oder das Gefühl hat Dein Baby weint ungewöhnlich viel, wende Dich in jedem Fall an Deinen Kinderarzt. Er kann medizinisch abklären, ob es eine Ursache für das Weinen gibt und Dir Hilfen an die Hand geben.

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    Was tun, wenn ich das Schreien nicht mehr ertrage?

    Es ist völlig normal, dass die ständige Belastung durch ein weinendes Baby an die Nerven geht und Frustration und Stress verursachen kann. Es kann daher hilfreich sein, sich abwechselnd um das Baby zu kümmern, damit jeder Elternteil eine Pause einlegen kann. Außerdem scheut euch nicht Verwandte, Freunde oder Babysitter um Hilfe zu bitten und euch Unterstützung zu suchen. In extremen Fällen, wo Eltern das Gefühl haben, sie können nicht mehr, sollten sie nicht zögern, professionelle Hilfe, wie Kinderärzte oder Psychologen, aufzusuchen. In einigen Städten gibt es eine “Schreiambulanz”. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Hilfe verfügbar ist und dass es keine Schande ist, sie in Anspruch zu nehmen.

    Dein Baby schreit abends? So kannst du ihm helfen

    Fazit

    Trotz aller Herausforderungen, erinnert euch daran, dass die Phase, in der euer Baby abends weint, in der Regel vorübergehend ist. Euer kleiner Schatz durchläuft gerade zahlreiche Entwicklungsstufen und braucht eure Liebe und Geduld.

    Ich weiß, inmitten des Babygeschreis kann man leicht an sich selbst zweifeln oder sich Sorgen machen, etwas falsch zu machen. Aber glaubt mir, die meisten Eltern fühlen sich genauso. Ihr macht eine großartige Arbeit, auch wenn es euch manchmal nicht so erscheint!

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